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"Wir sind 100% Christen, 100% Palästinenser,
100% Araber"
Der Erzbischof Dr. Theodosius Atallah Hanna, der Patriarch der griechisch-orthodoxen Kirche von Jerusalem, in Deutschland
Ulrike-Zeinab Askari
An dem kalten und unfreundlichen Abend des 10. Februar hatte Berlin die große Freude und Ehre, den ranghöchsten Kirchenmann der griechisch-orthodoxen Kirche in der katholischen Akademie zu einem Vortrag über "Die Situation der Christen in Palästina und die Lage in Jerusalem im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts" begrüßen zu können.
Hanna übte von Anfang an scharfe Kritik an der zionistisch-terroristischen Politik Israels. Mehrfach in seinem Vortrag betonte er, dass die orthodoxe Kirche gute Beziehungen zu allen palästinensischen Gruppen habe, egal ob Christen oder Muslime, und auch zu jüdischen Gruppen und Mitmenschen habe man durchaus und traditioneller Weise gute Beziehungen. "Wir haben nichts gegen das Judentum." Ob Christen, Juden oder Muslime, alle seien Geschöpfe Gottes.
Nicht hauptsächlich die Mauer verhindere den Frieden sondern in erster Linie die fehlende Anerkennung des Staates Palästina seitens der israelischen Regierung.
Die Palästinenser wollen den Frieden, aber sie wollen einen gerechten Frieden, nicht einen der Schwäche und Resignation.
Eine Einladung erging an alle Deutschen, das Land einmal zu besuchen, sich die Mauer, die Flüchtlingslager, die zerstörten Häuser, die Dörfer anzuschauen, die dem Erdboden gleichgemacht wurden. So sei es begrüßenswert, wenn Frau Merkel die arabischen Länder bereise. Sie möge aber doch auch einmal nach Palästina kommen und nicht nur mit den Politikern reden.
Schließlich wisse Hanna, dass man in der deutschen Öffentlichkeit gelernt habe, sehr sensibel mit dem Thema Holocaust und seinen Opfern umzugehen. Die Deutschen seien ein zivilisiertes Volk, das die Menschenrechte achte und viele Gesetze zum Schutz von Menschen und sogar Tieren habe. Hanna forderte die Deutschen auf, sich für die Unterdrückten einzusetzen, ebenso, wie er als Mann der Kirche es tue. "Unser Glaube, unser Messias, die Bibel haben uns gelehrt, auf der Seite der Unterdrückten zu stehen." So sei es ganz selbstverständlich, dass er und andere Kämpfer für einen gerechten Frieden sich auch nicht durch Verhaftungen einschüchtern lassen. Aber der Widerstand könne nicht ein gewaltsamer sein, sondern müsse sich der wichtigsten zivilisatorischen Methoden bedienen, der Massenmedien, die "unseren Kampf" in die Welt hinaus tragen sollen. |
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