Start       Bestellung       Mediadaten       Links       Leserstimmen        Kontakt       Impressum 
Aktuelles
Historisches
Kritisches
Frauen
Die Gaben der Natur
Musik
Tanz
Literatur
Malerei
Architektur
Kino
arabische Traditionen
Festivals
Austellungen

Zeitschriftenarchiv
Künstlerverzeichnis
Termine
Sitemap
Newsletter  

Zeitschriftenarchiv
Inhalt der 2. Ausgabe, Juni 2007

Diese Ausgabe ist leider vergriffen !

Laden Sie die die Zeitschrift bei Interesse
als pdf-Datei (4 MB) herunter 
 
 
Editorial
Vor einigen Wochen bin ich gefragt worden, welches Thema unser nächstes Heft hat. "Ein Irak-Special, um Gottes Willen," hieß es da. "Das ist doch viel zu kritisch. In dieser Zeit."

Ja, das stimmt schon, kritisch, schwierig, politisch. Und es wird doch schon in allen Medien über den Irak berichtet. Ja, schon. Aber über einen Irak, der uneins ist, zerrissen, gewalttätig, gefährlich. Über politische und religiöse Strömungen, über Machtverhältnisse und Streben nach Macht, über Allianzen und Korruption, Mord, Tod und Leid. Trotzdem und gerade deswegen war uns das Thema IRAK gerade jetzt besonders wichtig. Gerade jetzt haben wir eine gute Chance, alte Vorurteile einzureißen, Vorstellungen von einem fast hermetisch gegen die Außenwelt abgeschlossenen Land zu revidieren, zu erneuern, von Grund auf neu aufzubauen...weiter


Inhalt

3 Editorial
4 Leserstimmen
5 Impressum/Inhalt

Irak
6 Irak zwischen Mythen und Märtyrern
9 Vom Kalifat zum Königreich
13 Der Codex Hammurapi
14 Das Erbe von Sumer und Babylon
25 Babylonisches Sprachengewirr

Gesellschaft
16 Sitten und Gebräuche, Teil 4
18 Gewagte Enthüllungen, Teil 2
22 600 Millionen Menschen sprechen Arabisch
27 Interview mit Dr. Alaa Al Hashimy

Musik
29 Arabsiche Musikgeschichte, Teil 1
30 Maqam-Reihen und Dreivierteltöne
32 Irakische Musiker
55 CD-vorstellung

Kunst
33 Ghassan Muhsin
37 Widad Al Orfali
38 Irakische Maler

Frauen in der arabischen Welt
40 Die Frau hinter dem Teppich

Veranstaltungen
42 Die Dschazira
42 Museum ohne Grenzen
52 Movieng Emotions
53 Getanzte Träume des Orients
54 West-Östlicher Einklang

Literatur
44 Semier Insayif
46 Irakische Schriftsteller
48 Bücher

Die Gaben der Natur
52 Crocus satvus - Safran

Vermischtes
54 Kulturgüterschutz
43 Kopftuchverbot für Barbie

weiter


Neue Identität für den Irak
- Irak zwischenMythen und Märtyrern
Britta HeckingIrak, Irak, Irak. Täglich hören wir den Namen dieses Landes in den Nachrichten. Dem ersten Golfkrieg, 1991, und den später verhängten UN-Sanktionen folgte der Zweite Golfkrieg, 2003, der schneller vorüberging als erwartet. Der nächste Krieg, scheinbar unerwartet, setzte nach dem Fall des Baath-Regimes ein und nahm den Irakern sogleich ihre eben erst gewonnenen Momente der Freiheit. Mit Checkpoints, Ausgangssperren, Vernehmungen und Verhaftungen versucht die neue Regierung gemeinsam mit den Besatzungsmächten den fast Bürgerkrieg unter Kontrolle zu halten. Die Sicherheitslage ist prekär und verschlechtert sich zunehmend: Tote, Verletze, Zerstörung und Stromausfall gehören für die Menschen im Irak nun schon seit vier Jahren zum alltäglichen Leben.
"Kein Strom im Zweistromland" schreiben die Journalisten Christoph Reuter und Susanne Fischer in ihrem 2004 erschienen Buch "Café Bagdad. Der ungeheure Alltag im neuen Irak." Man könnte das Wortspiel noch fortsetzen, denn trotz des Stromausfalls gibt es im Zweistromland viele neue Strömungen, trübe undurchsichtige, reißend gefährliche, glasklare und vergiftete. Sie alle wollen die "Quelle" des neuen Irak sein und streben nach Macht: die religiöse, ethnische und ideologische Vielfalt des heutigen Irak ist kein neues Phänomen. Bereits im alten Testament wird der Turmbau zu Babel zum Symbol der Vielfalt der göttlichen Schöpfung. Hinter der heutigen Verwirrung aber scheint eher der Teufel zu stecken. Globale und lokale Interessen treffen aufeinander, Sunniten gegen Schiiten, Kurden gegen Araber, daneben die Einflüsse des internationalen Terrorismus und der Besatzungsmächte. Dazwischen christliche Minderheiten und neuerdings amerikanische Missionierungskirchen. Hinzu kommen die Bemühungen internationaler Organisationen und Hilfswerke...weiter


Araber, Muslime und Andere
- Vom Kalifat zum Königreich Christian
M. JoliboisDas Zweistromland zählt zu den ältesten Kulturstätten der Menschheit. Die Reiche der Sumerer, Akkadier und Babylonier, der Assyrer, Perser und Griechen lösten sich in ihrer Herrschaft über den Irak ab. Alle erkannten die Notwendigkeit, das filigrane Netz des Bewässerungssystems zu schützen und auszubauen. Die Griechen gaben der Region den Namen Mesopotamien: das Land zwischen zwei Flüssen. Die arabische Bezeichnung 'Iraq (abgeleitet von 'aruqa: tief verwurzelt, alt und vornehm sein sowie 'ariqa: schwitzen) bezeichnete zunächst nur den südlichen Teil Mesopotamiens. Schließlich wurde zwischen dem arabischen Irak (al-'Iraq al-Arabiyy) für die Talregion und dem persischen Irak (al-'Iraq al-'Ajamiyy), für die östlich gelegenen Bergregionen unterschieden.

Die Eroberung des Irak durch die Muslime begann zunächst ungeplant. Der erste Kalif Abu Bakr (632 - 634) entsandte Truppen nach Bahrain, um Abtrünnige zu bekämpfen. Nach der Erfüllung des Auftrages eroberten sie ohne sein Wissen das Deltagebiet (Shatt al-'Arab) der beiden Flüsse Euphrat und Tigris. Im Jahr 636 errangen die muslimischen Araber unter dem zweiten Kalifen 'Umar (634 - 644) einen entscheidenden Sieg über die Armee des persischen Herrschers Yazdegirt. Die Garnisonsstädte Basra und Kufa wurden gegründet, die sich rasch zu politischen und militärischen Zentren der neuen Herrscher entwickelten. Nach der Einnahme der Hauptstadt Ktesiphon vollendeten die Araber die Eroberung des persischen Irak im Jahr 642..weiter 

Google



Besucherstatistik

Seitenanfang

Start       Bestellung       Mediadaten       Links       Leserstimmen       Forum       Kontakt       Impressum 
design by www.mediaagent.net