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Literatur / Bücher
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Salim Alafenisch über die arabische Erzähltradition
Das Interview führt Ulrike-Zeinab Askari
Du bist ja nicht nur Schriftsteller sondern Du erzählst Deine Geschichten auch selbst dem Publikum. Hast Du das Geschichtenerzählen richtig gelernt? Und wenn ja, wo und von wem?
Das ist eine Frag, die länger als ein Kamelhals ist. Zunächst
möchte ich sagen, dass der Orient nicht nur der Geburtsort dreier
Religionen, des Judentums, des Christentums und des Islam ist,
sonder auch die Wiege des Erzählens von Märchen, Geschichten,
Legenden und Sagen. Im Orient erreichte diese Erzählkunst eine
beispiellose Blüte. Und in diesem Umfeld des Erzählens bin ich
groß geworden. Ich bin als Sohn dieser Erzählkultur aufgewachsen.
Im Zelt meines Vaters mit zwei Räumen, einer für die Familie
und einer für die Gäste. hat der Kadi Recht gesprochen. ...mehr
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Das Vermächtnis des Großmeisters
Nagib Machfus machte die Prosa in der arabischen Welt gesellschaftsfähig
Das Interview mit der Machfus-Übersetzerin Dr. Doris Kilias führte Christian M. Jolibois
Al-Maqam: In der Zeitung war zu lesen, dass sie eine der wenigen Deutschen seien, die Nagib Machfus persönlich kannten. Wie und wann begegneten Sie Nagib Machfus zum ersten Mal?
Dr. Kilias: Als DDR-Bürgerin kam ich in kein arabisches Land,
außer wenn ich als Dolmetscherin Delegationen begleitete. Im
Jahr 1967 gab es dann für post-graduierte Studenten die einmalige
Chance, für zwei Semester an die Kairoer Universität zu gehen.
Ich war eine der wenigen Glücklichen, die das durften. Ich kam
1967, kurz nach dem Sechs-Tage-Krieg in Kairo an. Die Stimmung
dort war niederschmetternd. Von Berlin aus war es natürlich
unvorstellbar, was für eine schreckliche Atmosphäre damals vorherrschte.
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Michael Lüders: Im Herzen Arabiens Stolz und Leidenschaft - Begegnung mit einer zerrissenen Kultur.
Herder Verlag, Freiburg/Br. 2004, 224 S.,19,90 Euro
Michael Lüders, Jahrgang 1959 und geboren in Bremen, studierte in Damaskus arabischen Literatur, in Berlin Islamwissenschaft, Politologie und Publizistik. Er promovierte über das ägyptische Kino und arbeitet derzeit für die Friedrich-Ebert-Stiftung.
Sein neuestes Buch Im Herzen Arabiens. Stolz und Leidenschaft
- Begegnung mit einer zerrissenen Kultur erschien im März 2004
im Herder-Verlag. ...mehr
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Salim Alafenisch: Das versteinerte
Zelt
114 S., Unionsverlag, Zürich 2006, 8,90 Euro
Der alte Rababaspieler Musa lebt mit seiner Frau in einem Steinhaus. Doch er träumt nicht mehr. Seine kluge Frau Zaneh meint, dass es daran liegen müsse, dass die Träume sich im Steinhaus nicht wohl fühlen. In den engen Mauern des Hauses sind sie eingesperrt. "Im Zelt aus Ziegenhaar waren die Träume frei. Sie konnten wandern und durch die Zeltlöcher rein- und rausschlüpfen." (S. 12)
Die Zeit der Kamele ist unwiederbringlich vorbei. Jetzt leben
die Menschen in der Zeit der Steine. Doch die Steinhäuser haben
unersättliche Mäuler, sie verschlingen die Herden der Beduinen,
so dass das Leben völlig verändert ist. ...mehr
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Marie Fadel + Rafik Schami: Damaskus. Der Geschmack einer Stadt. Oasen für die Sinne
Sanssouci Verlag 2002, geb. Ausgabe 208 Seiten, 14,90 Euro
Vieles an diesem Buch ist ungewöhnlich: Die "Verpackung" in einem Schuber, das Format, ein schmales, Hochkant Taschenbuch, aber dennoch gebunden. Und schließlich auch der Inhalt. Nicht wirklich Kochbuch und auch kein Stadtführer sondern eher eine Blick zurück in die eigene Kindheit und Jugend, die Rafik Schamit mit seiner Familie in der Altstadt von Damaskus verbracht hat.
Interessant und außergewöhnlich auch die Entstehung des Buches:
Marie Fadel, Rafik Schamis Schwester wandert durch das Viertel
und besucht alte Bekannte. ...mehr
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Agatha Christie: Erinnerungen an glückliche
Tage
Scherz Verlag, 3. Aufl., 2000, 224 S., geb. Ausg. 9,90 Euro
Eine ganz andere Agatha Christie begegnet uns hier: eine Frau,
die trotz ihres viktorianischen Umfeldes (geboren 1890) einen
Sinn für Toleranz hat, der weit über das hinausgeht, was sonst
bei Orientreisenden Anfang des 20. Jahrhunderts üblich war.
Für Agatha Christie ist Syrien eine faszinierende Landschaft,
die einerseits ihre Reize, andererseits aber auch ihre Schattenseiten
hat. Ebenso sind die Menschen nicht alle freundlich, hilfsbereit
und gastfreundlich sondern es gibt auch schlitzohrige, gierige,
arbeitsscheue, laute, unbequeme wie eben überall auf der Welt.
...mehr |
Notizen von der Frankfurter Buchmesse
Das "Forum" war den arabischen Büchern - in arabischer Sprache und allen europäischen und sonstigen Sprachen (als Übersetzungen aus dem Arabischen oder über Themen rund um die arabische Welt) - und den Büchern, die sich mit Themen rund um die arabische Welt beschäftigen, vorbehalten. Leider fad auf der gesamten Messe kein Verkauf statt, oder sollte ich sagen: glücklicherweise. Sonst wäre wohl so mancher mit einem Arm voller Bücher und einem leeren Portemonnaie nach Hause gekommen. ...mehr
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