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Tanz
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Alles Tribal - Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der Fibromyalgie Liga e.V.
Text: Alexandra Trapp, Meike Münch, Fotos: André Elbing
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| Am 29. April 2006 veranstaltete SAMIRA (Monika Wiemann) in Viersen die zweite TRIBAL-STYLE-DANCE Show. Tribal Dance hat in den vergangenen Jahren auch in Deutschland stark an Popularität gewonnen, ein regelrechter "Tribal-Boom" hat sich in der orientalischen Tanzszene breit gemacht. Das faszinierende am Tribal ist, dass alle Gruppen ihren eigenen Stil und Ausdruck finden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, sei es in der Art zu tanzen oder in dem Stil der Kleidung. An diesem Abend |
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stellten insgesamt 16 Gruppen ihr Können und ihre Freude am Tanz unter Beweis, was dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm bescherte.
Den Anfang machte die Gruppe AKRAM AS AKTHAR, deren Stammesmutter RANJA ihre Frauen just aus Attilas Harem nach Viersen geführt hat. Sechs mit Säbeln bewaffnete und in Leder gehüllte Amazonen hatten es zunächst auf die Köpfe einzelner Gäste abgesehen, formierten sich dann aber auf der Bühne und boten einen abwechslungsreichen Tanz mit zahlreichen Kreisformationen.
Die Gruppe MYSTIC ORIENTAL musste als erste mit technischen Schwierigkeiten fertig werden, da immer wieder eine falsche Musik aufgelegt wurde. Aber die Tänzerinnen haben dies souverän mit einem herzlichen Lachen gemeistert.
Die BENAT KOM OMBO aus Engelskirchen, Vertreterinnen des GYPSY TRIBAL, zeigten Tänze mit Tamburin und fliegenden Röcken zu 9/8 Rhythmen. Die 10 Zigeunerinnen traten sehr selbstbewusst und keck auf und brachten lautstark ihren Spaß am Tanzen zum Ausdruck. Es kam "echte" Balkanstimmung auf.
Im Anschluss zeigten PANTHA REI (= alles fließt), dass Tribal eine Mischung, ein fließender Übergang zu verschiedenen Tanzstilen ist. Sie mischten arabische Folkloretänze mit indischer Gestik und tanzten mit Stöcken.
Die Gruppe BENAZIR trat zu mittelalterlicher Musik von CORVUS CORAX und CULTUS FEROX auf. Die jungen Frauen trugen Turbane und hatten schillernde Saris um. Diese Saris entpuppten sich jedoch während des Tanzes als Fahnen, die wie Isis-Flügel an den Enden mit Stöcken versehen waren und mit denen eindrucksvolle Bilder gezaubert wurden.
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Verschleiert und mit Säbeln bewaffnet wirkten die Tänzerinnen der Gruppe GOONDARANI bedrohlich wie Wüstenkrieger. Sie boten eine gekonnte Säbelperformance und bewiesen danach auf flotte BOLLYWOOD Musik ihr Rhythmusgefühl, indem sie mit einer Art Klanghölzern tanzend immer schneller werdende Rhythmen schlugen.
Nach der Pause eröffnete die Gruppe HANDS, HIPS & CIRCUMSTANCES den zweiten Teil der Show und bot nach einem kurzen Intro für die Glücksgöttin Fortuna Tribal Dance im Zeichen von GYPSY CARAVAN. DAHRI RAKASAT bedeutet "Tänzerinnen für immer" und die acht Frauen haben es sich zum Ziel gesetzt, ihren inneren Trommler zu finden und zu erwecken. Gänzlich ohne Musik improvisierte der Stamm im ersten Teil auf Klatschen, Stampfen und Zunge schnalzen, sogar das Rauschen der weiten Röcke wurde in die eigene Klangkomposition einbezogen.
Im Anschluss präsentierte sich BENAT MANAT mit Tänzerinnen aus Holland und Deutschland.
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Weiter ging es mit dem aus Ungarn stammenden Tribe EMEL TRIBAL, der bewies, dass Tribal grenzen- und alterslos ist. Der Tanzlevel der 15 Tänzerinnen war so unterschiedlich wie ihr optisches Erscheinungsbild. Jede trug ein anderes Outfit, ganz nach ihrem eigenen Geschmack. Eine ausgefeilte Choreographie der Stammesmutter sorgte dafür, dass die unterschiedlichen Levels sich dennoch sehr stimmig und homogen präsentierten.
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| Die erste holländische Showtanzgruppe für Tribal Style, TRIBAL MYSTICA, schuf mit gedimmter Bühnenbeleuchtung und Schwarzlicht den mystischen Rahmen für ihre perfekte Ode an frühere weibliche Kriegstämme und Heldinnen, die wohl jedem Zuschauer eine Gänsehaut bescherte. Der Stamm ALLAT DALANDA unter der Leitung von APSARA HABIBA, als afrikanische Kriegerinnen gestylt, mit einer wilden Kriegsbemalung und Schildern und Speeren |
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bestückt, zeigte eine sehr temperament- und kraftvolle Tanzshow, die die Zuschauer vom ersten Moment an fesselte.
Der letzte Programmblock wurde von der TAIKO Trommelgruppe KIBO DAIKO aus Duisburg eröffnet. ("Ki" = "geistige Kraft" und "Bo" = (Trommel-)Stock) Das TRIBAL DANCE ENSEMBLE ASITA zeigte danach einen farbenprächtigen Afro-Tribal.
Ein weiteres Highlight bot die Gruppe THE UZUME, deren Tänzerinnen wie Geishas auf die Bühne schwebten. Ihre Hüften wurden von Bambusranken geziert und sie boten ein wahrhaft exotisches Bild. Abwechslungsreich und mit Lebensfreude gepaart zeigte die Gruppe ARAGIRA unter der Leitung von SHALIA aus Koblenz, dass Tribal seinen festen Platz in der Mittelalterszene hat und sogar zu mongolischer Musik tanzbar ist.
Darüber hinaus offenbarte KYRA als Solistin ihren bisher einzigartigen TRIBAL-STEP. Die Gruppe SHIR O'SHAKAR nahm das Publikum mit auf eine Reise von Indien über Nord-Afrika bis zu den Balearen. Die Gruppe zeichnete sich besonders durch ihren sehr gefühlvollen Ausdruck aus. Gefühlvoll und imposant präsentierten sich ebenfalls SHAHRAZAD & ENSEMBLE, die als WEIßE HORDE die Bühne eroberten. Inspiriert durch URBAN TRIBAL und fernöstlichen Tempeltanz entführten sie - mit thailändischen Fingerspitzen bestückt und mit sphärischer Musik - die Zuschauer in eine andere Welt.
Im Anschluss daran trat die Gruppe GANESH unter der Leitung der Gastgeberin Samira auf. Von Live-Musikern unterstützt zeigten sie eine reine Improvisation, wobei zum Schluss noch ein Musiker mit Digeridoo dazu kam.
Zum Finale bedankte sich Samira nochmals bei allen Gruppen und zeichnete Shahrazad als "Mutter" vieler Tänzerinnen aus. Sharazad führte dann auch beim letzten Tanz weit über 100 Tänzerinnen auf der Bühne an und es bot sich ein unvergesslicher Eindruck.
Auch im nächsten Jahr wird Samira wieder zur Tribal-Show nach Viersen einladen und man darf jetzt schon auf die neuen Ideen der Tänzerinnen gespannt sein … |
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